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Konventionelle Krebstherapie: Bei der schulmedizinischen Behandlung von Krebs werden Krebszellen in verschiedenen Teilen des Körpers mittels Operation, Chemotherapie und Bestrahlung zerstört. Weiter wird ggf. eine Hormontherapie und Medikamentöse Schmerztherapie eingesetzt.
Die überwiegende Mehrzahl der Geschwulstheilungen wird durch Operationen erreicht. Wenn der Tumor leicht durch eine Operation entfernt werden kann, liegt der Erfolg zwischen 40 % und 70%. Es verbleiben jedoch nach jeder Operation im Körper Reste an Krebszellen, die immer wieder Ausgangspunkt von Metastasen und Rezidiven sein können. Diese zu beseitigen, kann letztlich nur durch Konditionierung, Stabilisierung und Aktivierung der Immunabwehr gelingen.
Mit Hilfe der regionalen Bestrahlungstherapie sind etwa 10 % der Krebsheilungen erzielbar. Sie wird als alleinige Therapie vor oder in Kombination mit anderen Therapieformen angewandt. Therapiebedingt sind Auswirkungen auf das blutbildende System nicht zu vermeiden, erkennbar an einem immundepressiven Effekt auf T-Lymphozyten, Monozyten und Nullzellen. Diese Effekte können unmittelbar nach der Bestrahlung auftreten und Monate, gelegentlich sogar Jahre anhalten. Aufgabe einer Immun- Therapie ist deshalb die Verhinderung, Verringerung oder Beseitigung einer strahlentherapeutisch bedingten Knochenmarksuppression.
Durch systemische Chemotherapie sind etwa 10 % der Krebsformen heilbar, insbesondere die akute lymphatische Leukämie bei Kindern, das Hodgkin-Lymphom, das Chorionkarzinom der Frau sowie der Hodenkrebs. Bei epithelialen Tumoren, mit Ausnahme des kleinzelligen Bronchialkarzinoms, scheinen Zytostatika keine signifikant lebensverlängernde Wirkung zu haben. Die Nebenwirkungen und der nicht unbeträchtliche Anteil von Krebserkrankungen, die nicht auf Chernotherapie ansprechen schränkt den Anwendungsbereich von Chemozytostatika jedoch ein.
Die Begleiterscheinung einer reinen schulmedizinischen Behandlung (Primärtherapie)ist die Schwächung der körpereigenen Abwehr. Diese Schwächung kann zunächst durch den Tumor, aber auch durch seine Folgeerscheinungen bedingt sein und durch eingreifende therapeutische Maßnahmen noch verstärkt werden. Vor allem zytostatische Maßnahmen sind mit verschiedenen, die Lebensqualität beeinträchtigenden Nebenwirkungen verbunden. Die ausschließliche Anwendung tumordestruktiver Maßnahmen wie Chirurgie, Chemotherapie und/oder Strahlentherapie reicht in den seltensten Fällen aus, um eine völlige Heilung der Krebserkrankung zu erzielen.
Tumorpatienten sollten deshalb neben der onkologischen Primärbehandlung hinsichtlich ihrer geschwächten zellulären und humoralen Immunabwehr zusätzlich mit Immunmodulatoren, Mineralstoffen und Spurenelementen behandelt werden.
Anstelle einer "Wait-and-see- Politik" ist im Anschluss an tumordestruktive Maßnahmen (z.B.: Operation) eine aktive Rezidiv- und Metastasenprophylaxe durchzuführen.
Vor der Behandlung erreicht man damit eine Konditionierung des Immunsystems, während der Primärtherapie eine Reduzierung der Nebenwirkungen und Immunprotektion, danach eine Verringerung der Rezidivquote und eine bessere Lebensqualität.
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