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Eine Stuhlverstopfung hat Ursachen und sollte deshalb nicht nur mit Abführmitteln behandelt werden. aktualisiert 12/04 Häufig liegt die Ursache in einer ballastoffarmen Kost und einer gestörten Darmflora, wodurch die Dickdarmschleimhaut nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen versorgt wird. Einfache Massnahmen sind früh nüchtern ein Glas kaltes Wasser zu trinken (Der Kältereiz regt die Darmmotorik (Peristaltik) an). Weiter sind Ballaststoffe empfehlenswert, wobei ausreichend getrunken werden muss. Eine vollwertige Kost mit 2/3 Gemüse, Obst,Getreide enthält schon ausreichend Ballaststoffe. Reicht dies nicht aus, sollten nach Verträglichkeit Weizenkleie, Leinsamen, Flohsamen oder Agar-Agar zusätzlich gegeben werden. Weizenkleie reizt den Darm stärker, da es viel Zellulose enthält. Lein- und Flohsamen enthalten mehr Gel- und Schleim und werden deshalb z.B. beim Reizdarmsyndrom besser vertragen. Wärend Salinische Mittel über die Osmose (Verhinderung der Flüssigkeitsresorption) wirken, regen pflanzliche Mittel den Darm zu Kontraktionen an. Es werden 3 Wirkstärken unterschieden:
Stufe 1: Natriumpicosulfat (Laxoberal) 10 - 20 Tr. 1-2x tgl. Laktulose 3 x 15 - 30 ml, Marcogol (Movicol) 1-2 Btl.
Stufe 2: Paraffin (Obstinol) 1 - 2x 1/2 - 1 Eßl. Sennosid (Liqidepur) 1- 2x tgl. 1 Tl. Abführtee: Fol. Sennae, Rad. Liquritiae, Fruct. Foeniculi aa. 30.0 D.S. abends 1 Tasse Abführtee stark: Rp.: Cort. Frangulae, Flor. Pruni spin. aa. 30,0, Rhiz. Rhei ad 100,0 ; M.f. spec. früh und -abends je 1 Tasse
Salinische Mittel: F.X. Passage Salz 1 Tl./ 250ml Wasser (nicht für Dauergebrauch) Bittersalz 1 Tl./ 250ml Wasser (nicht für Dauergebrauch) Glaubersalz 10g / 250ml Wasser (nicht für Dauergebrauch) Karlsbader Salz 1 Eßl./ 250 ml Wasser (nicht für Dauergebrauch)
Stufe 3: Sorbitol (Mikroklist), Einläufe , Colonhydrotherapie
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