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Bewegungstherapie / KG KTL = Klassifikation therapeutischer Leistungen (BfA, LVA) = was die Therapeuten in den Kliniken leisten sollen. Gliederung: KG, Sporttherapie, psychophysische Körpertherapie (z.B.: Feldenkreis, Tai Chi, QI Gong)
Allgemeine Bewegungstherapie: Fittnesstraining (kardiologische Reha) Ausdauertrainig: Allgemeines Lauftraining Terrainkur
KG: Bewegen = dynamische Kontraktion der Muskulatur, Halten = statische/ tonische Kontraktion der Muskulatur Bewegen und Halten = statodynamische Muskelkontraktion aktive Bewegungstherapie: Pat. bewegt sich selbst, Therapeut gibt die Dosierung an. ggf. Bewegung gegen Widerstand. geführte Bewegungen: der zu bewegende Körperteil wird vom Therapeuten unterstützt, die Bewegung erfolgt ohne Eigenschwere (z.B. nicht übungsstabile Osteosynthese). freie Bewegungen: der Körperteil/ Gelenk darf gegen Eigenschwere bewegt werden (übungsstabil). Bewegung gegen Widerstand: Vorrausetzung belastungsstabile strukturen; zur Verbesserung der Muskelkoordination und Muskelkraft.
Passive Behandlungstechniken (Lagerung, entlastende Ausgangsstellung, passiv Bewegen, Traktionen, Massage, Schüttelungen) sind bei Vernarbungen und Schrumpfungen von Kapselbandstrukturen angezeigt. Weiter zur Erhaltung der Beweglichkeit postoperativ oder nach Traumen. Hier wird häufig eine motorische Bewegungsschiene (kontinuierliche passive Bewegung) eingesetzt (Schmerzreduktion, Vermeidung von Kontrakturen, Regeneration beschleunigen), Cave Muskelatrophie. Motorschiene Knie ca.<60°, Schulter ......; (Hüfte nicht möglich) Traktionsbehandlung + man. Therapie: bei lange bestehenden Bewegungseinschränkungen (Schrägbett (LWS), Glissonschlinge (HWS) (ggf. Mobilisation in Narkose). Statische Muskelarbeit führt zu schneller Ermüdung (Blutzirkulation, Nährstoffzufuhr). Bei der Behandlung sollte deshalb die Muskulatur wo immer möglich dynamisch beansprucht werden. Dies gelingt mit isometrischen Muskelübungen. Bei isotonischen Übungen wird der Muskel gegen gleichbleibenden Widerstand verkürzt. Isokinetisches Krafttraining (konstante Winkelgeschwindigkeit beim Bewegungsablauf) wird zur Vergrößerung des Krafttrainingseffektes angewandt (auch mit Cybexgerät).
Atemtherapie: Ziele: (Wieder)erlernen der physiologischen Atmung, Optimierung des pulmonalen Gasaustauschs, Atemlenkung, -vertiefung, Thoraxmobilisation, Sekretlösen, Exspectoration, Pneumonieprophylaxe, Leistungssteigerung, Entspannung. Indikation: Vor und nach großen Bauch- und Thoraxchirurgischen Eingriffen, Mobilisierung Schwerkranker, obstr. und restr. AWE, Abdominalerkrankungen, unterstützend bei Erkrankungen des Lymphsystems uns der Venen. Methoden: Nasenatmung, Zwerchfellatmung, Lippenbremse, Atemfördernde Stellungen, Dehnen bindegew. u. musk. Strukturen, Drainagelagerung, Atemtrainer, Inhalationen, BGM, Massagen (Packegriffe, Ausstreichen der ICR, Lockerung, Reizgriffe), heisse Rolle, Atemgymnastik Kontraindikation: erhöhter Intrakranialer Druck, Thoraxinstabilität, Kreislaufinstabilität, Knochenmetastasen, Refluxösophagitis, Pleuraerguss, Non Compliance (Verwirrtheit).
Physiotherapie auf neurophysiologischer Grundlage: Behandlung zielt auf die motorische Gesamtleistung ( Aufrichten, Sitzen, Gehen, Stehen). Methoden: Bobath, Vojta, Brügger, Brunkow, Cyriax, PNF, Bewegungsbad, Schlingentisch
Einrichtung: Matten, Bälle, Stäbe usf., Laufbarren mit Spiegel, schräge Ebene, Treppe mit Geländer bdsts., Schlingentisch Waage zum Testen der Belastung Motorschiene (Knie, Schulter), Cybex.
Quelle: Niethard F.U.; Pfeil U.: Orthopädie; Hippokrates Verlag Stuttgart 1989
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