Bluthochdruck

Wann spricht man von Bluthochdruck ?                                                                Wenn eine Wenn der unbehandelte Blutdruck in Ruhe an mindestens 3 verschiedenen Tagen über 140 mmHg systolisch und/oder 90 mmHg diastolisch liegt und bei der 24 Stunden Blutdruckmessung ein Tagesdurchschnittswert über 135/85 mm Hg gemessen wird.

Die Behandlung des hohen Blutdrucks zielt darauf den diastolischen Blutdruckes auf normotone Werte, das heißt auf mindestens 90 mm Hg zu senken. Bei einer solchen Einstellung fällt der systolische Wert meist in den wünschenswerten Bereich von 140 mm Hg oder darunter ab. Über dem 60. Lebensjahres ist ein Ruheblutdruck von 150/90 mm Hg inder Regel als ausreichend anzusehen.

Jeder dauerhafte Bluthochdruck erfordert eine individuelle Behandlung. Das heißt, bei der Behandlung  müssen gleichzeitig bestehende Erkrankungen und Risikofaktoren berücksichtigt werden. Bei einer Hochdruckerkrankung sollte unabhängig vom Alter und Geschlecht versucht werden, den Blutdruck durch naturheilkundliche und nichtmedikamentöse Allgemeinmaßnahmen zu normalisieren.

Risikofaktoren sind: Übergewicht, Alkohol, Nikotin, Streß (Arbeit unter Zeitdruck, Lärm, Schichtarbeit), Medikamente, Bewegungsmangel, Fehlernährung

Ernährungstherapie:3 Mahlzeiten - nichts zwischendurch, Salzarme Kost (<6 g pro Tag),   viel trinken (2-3l Wasser, Kräutertee), ggf. Reduktionskost (1000 kcal. / Tag), häufiger Verzehr von Obst und Gemüse, Einschränken von Fett und tierischem Eiweiß; Sehr hilfreich  Heilfasten. Senkung des Alkoholkonsums (< 30 g/ Tag):        das ist weniger als 1/41 Wein oder 0,3 1 Bier.

Ziel: langfristige Ernährungsumstellung und Körpergewichtsnormalisierung
kaliumreich            mehr         Salat                 weniger        WURST
eiweißreduziert     mehr         Obst                  weniger        Fleisch
fettreduziert           mehr         Gemüse            weniger        Fett       
mehr trinken          mehr        Wasser/Tee     weniger        Alkohol

·Rauchen einstellen. Hochdruckkranke können ihr kardiovaskuläres Risiko (Herzinfarkt, Schlaganfall, Raucherbein) um etwa 40 % senken, wenn sie das Rauchen aufgeben.

·Übergewicht abbauen. Pro 1 kgGewichtsreduktion läßtsich eine Senkung des erhöhten Blutdruckes um 2 bis 3 mm Hg systolisch und um 1 bis 2 mm Hg diastolisch erreichen.

Bewegungstherapie: Ausdauersport mit Puls -,und Blutdruckkontrolle. Vorsichtig beginnen!
Trainingspuls: 180 - Lebensalter, 2-3x pro Woche 10, später 20 min;  
Atemgymnastik. 
Meiden: Sportarten mit nur kurzzeitiger Belastung und Wettkampfsituationen.

Kneipptherapie (Hydro-/ Thermotherapie): 
Vermeiden starker Kaltreize, die den arteriellen Druck steigern,  ansteigendes Arm- und Fußbad, Wechsel- Fußbäder (kalt 18-20°/  warm 37-38°), lau- warme (35°C) Halb- Bäder, Kohlensäurebäder, Lendenwickel; Sauna (gut eingestellter Blutdruck). 
Badezusätze: Baldrian, Melisse, Hopfen, Lavendel, Hafer.
Schonklima (Waldreiche Mittelgebirgslagen)

Ordnungstherapie / Psychotherapie: 
Streß- und „Hochdruck - Situationen“ vermeiden, bewältigen mit: 
Medizinischer Hypnose, autogenem Training; Progressiver Muskelrelaxation (nach JACOBSON), Entspannen, bewußter leben und genießen. Für Ruhepausen sorgen.

Heilpflanzen (Phytotherapie): 
Indische Schlangenwurzel (Rauwolfia), Mistel, Weißdorn, (Oliven-)ÖLbaum, Immergrün, Ackerquecke, Herzgespann, Knoblauch, und Zwiebel;
Tees: Goldrute, Birkenblätter, Hauhechel, Schachtelhalm, Wacholder, Liebstöckel, Löwenzahn, Brennessel, Petersilie.

Reflexzonentherapie: 
Bindegewebsmassage. (Klassische Massage kontraindiziert!)
Aus- und ableitende Verfahren:
Aderlaß, blutiges Schröpfen

Schulmedizinisch- medikamentöse Therapie: Sinkt der Blutdruck trotz konsequenter Durchführung der Allgemeinmaßnahmen diastolisch innerhalb von 3 Monaten nicht unter 100 mm Hg, ist eine medikamentöse Behandlung angezeigt.    Für die klassische Medikamentöse Therapie stehen vor allem folgende vier Gruppen von Medikamenten zur Verfügung:
Diuretika / Saluretika zur Beeinflussung des Salz - und Wasser - Haushaltes.
Substanzen, die über eine Gefäßerweiterung blutdrucksenkend wirken (u. a. sogenannte Kalziumantagonisten)
Substanzen, die mit dem Renin-Angiotensin-System interferieren (sogenannte Angiotensin-Conversions-Enzym-Hemmer (ACE-Hemmer)
Sympathikus - Hemmstoffe, die Alpha - und/oder Beta - Rezeptoren blockieren.

Weitere Therapiemöglichkeiten: Zufuhr von Kalium, Magnesium, Vitamin C, Vitamin E,   Sauerstoffmehrschrittherapie. UVB/ HOT, Basentherapie bei Übersäuerung

Literatur: Deutsche Liga zur Bekämpfung des hohen Blutdrucks; Berlinerstr.46, 69010 Heidelberg; Deutsche Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreistauferkrankungen, Rizzastraße 34, 56068 Koblenz; Deutsche Herzstiftung e.V.,Vogtstr.50, 60322 Frankfurt, Zimmermann W.:Consilium Cedip Naturheilverfahren, Cedip Verlag Ismaning bei München 1988; Fürbeth H.:Qualitätszirkel Naturheilverfahren, Münchner Modell, Kaiserstr.9,  80801 München

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