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Cantharidenpflaster Das Cantharidenpflaster gehört zu den blasenziehenden Mitteln (Vesikantien), die in verschiedener Form seit Jahrtausenden verwendet wurden. Der Cantharidenextrakt stammt aus der Spanische Fliege (Lytta vesicatoria, Laufkäferart) und wurde bereits bei den Ärzten des römischen Reiches als Heilmittel eingesetzt.
Theorie der Wirkungsweise Das Cantharidenpflaster ähnelt in seiner Bedeutung der Schröpftherapie und wird wegen seiner Wirkung auf das Lymphsystem auch „weißer Aderlass“ genannt. Der Hautreiz des Pflasters stellt eine künstliche Verbrennung zweiten Grades dar und führt zu einer Brandblase. Im Grundgewebe kommt es zu einer Summierung verschiedener Effekte:
1. Antiödematöser und antiphlogistisch analgetischer Effekt.2. Immunologische Wirkung. 3. Hyperämie. Als Nebeneffekt kommt es zueiner gesteigerten Nierenfunktion
Indikationen: akute und chronische Schmerzen der grossen Gelenke (Gelenktoilette). Sehr gute Ergebnisse sind meiner Erfahrung nach bei Wirbelsäulenleiden zu erzielen.
Kontraindikationen: akute Zysttis, Pyelitis, Stauungsödeme, AVK, unklare Hautveränderungen, akute Arthritis, offene Wunden, Schleimhäute, Gelenkbeugen.
Literatur: Abele, U., E. W. Stiefvater, Aschner- Fibel. 11. Aufl. Haug, Heidelberg 1989; Aschner, B., Lehrbuch der Konstitutionstherapie. 8. Aufl. Hippokrates, Stuttgart 1986 (Reprint); Herget, H. F., W Vogelsberger, Schmerztherapie und Naturheilverfahren; Video Hippokrates, Stuttgart 1987; Milz F.: Umstimmung durch Ausleitende Verfahren in: May W.: Umstimmungstherapie; Hippokrates Verlag Stuttgart 1993; Milz, F., Die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten der Aschner- Verfahren in der Allgemeinpraxis; Z. Ernährungsheilk. (1990) 452; Pischinger, A., Das System der Grundregulation. 8. Auf]. Hang, Heidelberg
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