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Alternative Heilverfahren aus christlicher Sicht
Hinter jeder medizinischen Handlung steht eine Weltanschauung, eine Sicht von Gesundheit und Krankheit, von dem, was den Menschen zum Menschen macht sowie von einer natürlichen oder übernatürlichen Realität, in die unser Leben eingebettet ist. Dies hat eine Bedeutung für Gesundheit oder Krankheit. In diesem Sinn gibt es keinen weltanschaulich „wertneutralen Raum“ in der Medizin.
Grundlegend für eine Beurteilung von Heilverfahren aus christlicher Sicht ist das biblisch - christliche Menschenbild. Wo finden wir dieses Bild ? In 1.Mose 1, 27 steht: „Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie einen Mann und ein Weib.“. Und der Herr machte den Menschen aus einem Erdkloss und er blies ihm den lebendigen Odem in seine Nase. Und es wurde der Mensch eine lebendige Seele (1.Mose 2,7). Und weiter im Neuen Testament im ersten Brief des Paulus an die Korinther 6,19: Oder wisset ihr nicht, daß euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch ist, welchen ihr habt von Gott und seid nicht euer eigen.
Das biblisch christliche Menschenbild unterscheidet sich erheblich von anderen im heutigen Gesundheitswesen anzutreffenden Weltanschauungen wie Materialismus, Naturalismus, Rationalismus, Humanismus, Esoterik.
Alle Heilverfahren müssen aus christlicher Sicht sowohl verstandesmäßig wie geistlich - also von der Bibel her untersucht und beurteilt werden, wobei die biblisch - geistliche Beurteilung (Gottes offenbarte Sicht der Realität) der verstandesmäßigen (menschlich begrenzten) übergeordnet ist. In der „Christliche Medizin“ wird deshalb zuallererst die Begegnung mit dem Dreieinen Gott der Bibel gesucht, wie es im Christlichen Glauben bezeugt wird: Patient und Therapeut fragen - wenn möglich gemeinsam im Gebet nach Gottes Sichtweise für die Krankheits- Situation, z.B.: Liegt eine Botschaft in der Krankheit, die für den Patienten von Bedeutung ist? Liegen die Zusammenhänge oder Ursachen für die Erkrankung in der körperlichen, psychischen und geistigen Ebene? Auf welchen Wegen will Gott heilen? Welche Methoden sollen zum Einsatz kommen?
Es können in der Christlichen Medizin unterschiedliche Methoden zum Einsatz kommen.Heilverfahren lassen sich in fünf große Gruppen einteilen, die allerdings z.T. fließende Übergänge zeigen: Geistheilung, .Sprechen, Handauflegung Heilverfahren, die durch „Energie- bzw. Informationsübertragung“ wirken wollen. Klassische Naturheilverfahren Heilverfahren, die ausschließlich auf naturwissenschaftlich nachvollziehbare Weise wirken wollen
Für alle Heilverfahren gilt, daß man prinzipiell unterscheiden kann zwischen einem methodischen Anteil (im naturwissenschaftlichen Sinne dokumentierbar, reproduzierbar und mehr oder weniger verstandesmäßig nachvollziehbar, und einem dahinterstehenden - bewußt oder unbewußt transportierten weltanschaulichen Anteil, der meist mit der Interpretation der Wirkweise der Methode verknüpft ist.
Bei Heilverfahren, deren Wirksamkeit bisher naturwissenschaftlich nicht ausreichend und allgemein anerkannt belegt ist sollten wir uns vor einem vorschnellen, generalisierenden Urteil hüten. Dies betrifft sowohl Heilverfahren, die mit einer transzendenten, nichtchristlichen Weltanschauung überliefert sind, wie auch andere wie z. B.: Homöopathie, Bioresonanztherapie, Fußreflexzonemnassage, Irisdiagnose u.a. Es ist wichtig wahrzunehmen, daß bewußte Christen hier zu unterschiedlichen persönlichen Stellungnahmen gekommen sind.
Viele lehnen diese HV einschließlich ihrer methodischen Anteile ab - aus persönlichen Erfahrungen, Empfangen einer persönlichen Weisung Gottes oder als Ausdruck der Distanzierung zum historisch gewachsenen weltanschaulichen Umfeld der Methode. Viele jedoch verwenden die methodischen Anteile einiger dieser Heilverfahren - ebenfalls nach intensiver Prüfung - innerhalb einer „Christlichen Medizin“ und erfahren in gleicher Weise den Segen Gottes auf ihrem Leben und ihrer Arbeit. Hier ist eine gegenseitige Achtung unter Christen unbedingt notwendig! (Vgl. 7. bzw. Röm. 14, 13 - 23; 1. Kor. 8, 1-13.) Paulus weist aber auch auf die sensible Frage unseres Gewissens vor Gott hin und wie wir um der Liebe Christi willen den Erkenntnisstand und das Gewissen des Mitchristen in diesen Fragen achten müssen.
Wichtiger als die Frage nach der diagnostischen oder therapeutischen Methode scheint die Frage nach der Person des Behandlers (Therapeut) sowie des Empfängers (Patient) zu sein. In welcher geistlichen Haltung verwenden bzw. empfangen sie die Methode?
Auf wen oder was setzen wir unsere Hoffnung als Patient oder Therapeut? Auf „schulmedizinische“ Medikamente oder Methoden, auf Heilpflanzen, Akupunktur oder Naturheilverfahren, auf okkulte spirituelle Wirkungen und Mächte oder auf den lebendigen Gott, der uns erschaffen hat, durch Jesus Christus erlöst und mit Seinem Heiligen Geist beschenkt, damit wir - Seiner Weisung gemäß unter Nutzung verschiedener diagnostischer und therapeutischer Methoden seine Wege der Heilung gehen?
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