Eßkultur nach F. X. Mayr = Nahrung x Verdauung!

° Langsam essen, gut kauen (jeden Bissen 30 - 50mal):
der Sättigungsreflex tritt nach 10 - 15 Minuten ein und ist relativ unabhängig von der aufgenommenen Nahrungsmenge; das gute Kauen sorgt für eine gute Durchmischung des Speisebreies mit den im Speichel enthaltenen Fermenten ("Gut gekaut ist halb verdaut"); durch gründliches Kauen wird die Oberfläche der Partikel vergrößert, die Verdauungsenzyme haben dadurch eine viel größere Angriffsfläche.

° Einteilung der Nahrungsmengen zu den Mahlzeiten:
Frühstück reichlich ("frühstücken wie ein Kaiser"),
Mittagessen dürftiger ("wie ein König"), 
Abendessen spartanisch ("wie ein Bettler"). 
Dies bezieht sich vorrangig auf die Menge der Inhaltsstoffe und nur sekundär auf die Energiemenge!

° Zeitpunkt der Mahlzeiten
Rohkost und Obst nicht nach 15 - 16 Uhr essen, da es sonst während der Nachtruhe zu Blähungen und Gärung kommen kann. 
Abendmahlzeit spätestens 2, besser noch 3 Stunden vor der Bettruhe einnehmen.

° Flüssigkeitsaufnahme:                                                                                               Mindestens 1,5 bis 2 l Flüssigkeit (das ist Mineral- oder Heilwasser, Kräutertee) zwischen, nicht zu den Mahlzeiten trinken, um die Verdauungssäfte während der Mahlzeit nicht zu verdünnen.

° Einstimmung auf die Mahlzeiten, Rahmenbedingungen: 
Auf die Mahlzeiten sollten Sie sich durch eine Ruhephase vorbereiten. Optimal wäre dazu eine 10 - 15minütige Entspannung vor der Mahlzeit.
Nur in Ruhe, niemals unter Anspannung (z.B. mit aufregender Zeitungslektüre) und nicht mit kalten Händen/Füßen essen.