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Unser Immunsystem - der Lymphapparat hat die Größe der Leber. Viele verschiedene Zellen bilden die körpereigene Abwehr. Freßzellen (Makrophagen) greifen feindliche Eindringlinge als erste an und fressen Viren, Bakterien und alles, was ihnen fremd erscheint, auf. T- Zellen (Thymus abhängige Zellen) sind in der Lage Viren und Bakterien zu erkennen. Der einmal gespeicherte Steckbrief von Krankheitserregern wird nie gelöscht. Die B- Zellen produzieren massenhaft Antikörper, mit denen eingedrungene Erreger markiert und unschädlich gemacht werden. Das alles passiert normalerweise vollautomatisch - und oft ohne, daß wir etwas davon merken. Bei infektanfälligen Menschen leistet die körpereigene Abwehr deutlich weniger Widerstand. Beim Eindringen von Krankheitserregern kapitulieren die Abwehrzellen schnell vor der feindlichen Übermacht. So kommt es immer wieder zu Infektionen, die das Immunsystem nur noch weiter schwächen - ein Teufelskreis, dem nur schwer zu entkommen ist. Die akute Krankheit kann den Gesündesten befallen, wenn er gerade disponiert ist. Den konstitutionell Schwachen muß die chronische Krankheit früher oder später befallen, wenn man nicht in der Lage ist, seine konstitutionelle Anlage zu beeinflussen und die die Krankheit auslösenden Faktoren fernzuhalten. Eine gezielte Stärkung der Immunabwehr ist hier besonders wichtig. Typische Immun- Feinde sind: Zu wenig Schlaf, zuviel Stress, zu wenig Bewegung. Aber auch ein Zuviel an Genußmitteln (Alkohol, Kaffee, Nikotin) oder der direkte Kontakt mit Umweltschadstoffen (Industrie- und Autoabgase, chemische Lösungsmittel usw.) können deutlich abwehrschwächende Folgen haben. In der Therapie eignet sich hierfür die Kneipptherapie (Waschungen, Güsse, Wassertreten) , Bewegung und Sport, Klimatherapie, Sauna, Homöopathie, Heilfasten, leichte Kost, und eine gezielten Vitamin- und Mineralstoffsubstitution (Orthomolekularer Therapie). Immuntherapien wie die Symbioselenkung mit (Auto-) Vakzine, die Eigenblutbehandlung können die Infektanfälligkeit beseitigen. Es haben sich hier besonders Mikrobielle Immunmodulatoren sind aus aus grampositiven, gramnegativen Bakterien, ihren Stoffwechselprodukten und Pilzen bewährt. Auch Pflanzen enthalten Immunaktive Stoffe. Hierzu gehören die Mistel, der Sonnenhut (Echinacin) und die Taigawurzel (Eleuterococcus) und der Holunder. Für infektanfällige Kinder gibt es nichts besseres als 1x/ Jahr einen Aufenthalt in frischer Luft im Hochgebirge oder an der Nordsee. Lit.: Zinke J.: Saller K.: Homöopathische Konstitutionstherapie; Haug Verlag Tübingen - Saulgau 1946; Kurzgefaßte Einführung in die Homöopathie; Haug Verlag Ulm 1962; Cernaj I.: 17 bewährte Naturheilmittel zur Stärkung des Immunsystems; FID Verlag GmbH, Bonn 1997; Echifit Patientenbroschüre Kewel- Meuselbach 1999 |
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