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Es gibt verschiedene Arten von Kopfschmerzen. Migräne und Spannungskopfschmerz sind die häufigsten. Sie kommen häufig gleichzeitig vor.
Die eigentlichen Ursachen der Migräne sind bis heute nicht restlos aufgeklärt. Bekannt ist jedoch, dass eine familiäre Veranlagung eine beträchtliche Rolle spielt. Frauen sind deutlich häufiger von Migräne betroffen als Männer.

Migräne - Kopfschmerzen äußern sich gewöhnlich folgendermaßen:
anfallsartiges Auftreten, meist einseitig beginnend,
• dann langsam über den gesamten Kopf; Dauer ca. 6 -12 Stunden (-Tage)
• meist klopfende Schmerzen.
• Körperliche Bewegung verschlechtert
• Begleitet werden die Kopfschmerzen sehr häufig von: Licht-, Geräuschempfindlichkeit, Blässe, Reizbarkeit, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen

Vorboten“ der Kopfschmerzen:
· Sehstörungen (z. B. Flimmern)
· Missempfindungen in bestimmten Körperabschnitten
· Konzentrationsstörungen, Änderung des Gemütszustandes.
Man weiss, dass bei Migräne Veränderungen im
Blutgefäßsystem des Kopfes für die Schmerzen verantwortlich sind. Dabei kann es nach krampfartiger Verengung zu einer erheblichen Weitstellung der Gefäße kommen, was die eigentliche Ursache für die entstehenden Kopfschmerzen ist.

Wodurch werden die Anfälle ausgelöst?
· seelische Belastungen; häufig auch in der nachfolgenden Entspannungsphase
· Wettereinflüsse: Wetteränderungen, Gewitter und Föhnlagen
· Menstruation
· Licht - und Flimmereffekte
·
möglicherweise Nahrungsmittelintoleranz, - Allergie, Vitamin- und Mineralstoffmangelzustände (Laborchemisch können z. B. Laktose, Fructose, Gluten, vasoaktive Amine in Käse, gepökeltem Fleisch, Schokolade, Zitrusfrüchte, maskierte Allergien erfasst werden).

Bemühen Sie sich, Ihren individuellen „Auslösefaktor“ zu erkennen. Indem Sie diesen meiden, ermöglichen Sie bereits eine gewisse Vorbeugung gegen die Migräneanfälle.

Was können Sie selbst tun?
Durch Ihre Lebensführung können Sie die Häufigkeit der Anfälle mindern. Hierzu ist ein ausgeglichener Tagesrhythmus empfehlenswert. Sie sollten für einen normalen Wechsel von Anspannung und Entspannung sorgen und übermäßigen Stress meiden.
Sie sollten sich nicht aus dem normalen täglichen Leben zurückziehen oder zusehr schonen.
Wesentlich ist es, ein „Übermaß der Dinge“ zu vermeiden. Das betrifft sowohl die Ernährung als auch die Schlafgewohnheiten.

Die Behandlung der Migräne -Unterscheide: Behandlung des Anfalls und Vorbeugung:
 Linderung des plötzlichen Anfalls:
 Ruhe und Reizabschirmung: Liegen in einem abgedunkelten Raum, wichtig. evtl. kühlende Tücher auf Stirn und Nacken.
 Die Akupunktur ist eine sehr wirksame Behandlungsmethode beim akuten Migräneanfall. Häufig lässt sich der Migräneanfall mit einer Akupressurbehandlung verhindern (Eine Anleitung für die Selbstbehandlung können Sie in unserer Praxis bekommen).

 Medikamente zur Unterbrechung eines Migräne- Anfalls - rechtzeitig einnehmen:
· 1. MCP 10mg,
· 2. wenn nicht besser nach 10min Metamizol 0,5-1g
· 3. wenn nicht besser nach 10min erneut Metamizol 0,5-1g
· 4. wenn nicht besser nach 10min Triptan (z.B.Maxalt 20mg, Allegro 2,5mg)
Bitte bedenken Sie aber, dass Medikamente für den akuten Anfall
nicht auf Dauer eingenommen werden dürfen (Triptane maximal 10x/ Monat).

Vorbeugende Behandlung:
Mit einer vorbeugenden Behandlung gelingt es, ein Auftreten der Anfälle zu verhindern, zumindest aber die Anzahl und Schwere der Schmerzattacken zu vermindern.

Kneipp: Vor/ beim Anfall bei kalten Füße: Wechsel- Fußbad, ansteigendes Fußbad;
Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich: Nackenguss, Wechselarmbad, Grüner-, grauer Star, Nackenguss.
Darmreinigungskuren wie die F.X. Mayr - Kur und die Homöopatische Behandlung sind bewährt.
Verordnete Medikamente (Beta-Blocker, Pestwurz, Homöopatika) müssen über einen längeren Zeitraum konsequent eingenommen werden.

Bei einem hohen Prozentsatz der Fälle lässt sich heute auf diese Weise ein entscheidender Erfolg erzielen, besonders dann, wenn Sie nicht mutlos sind und versuchen, gemeinsam mit dem Arzt gegen die Erkrankung anzugehen.

Lassen Sie laborchemisch feststellen, ob Nahrungsmittel bei Ihnen einen Migräneanfall auslösen. Ebenso empfiehlt es sich, Alkohol aus dem Wege zu gehen.

Gelegentlich kann der Genuss von Kaffee bei leichteren Kopfschmerzen eine günstige Wirkung haben; es gibt allerdings auch Patienten, bei denen nach starkem Kaffee ein Migräneanfall ausgelöst wird.

Wesentlich ist auch, dass Sie nicht voller Furcht auf den nächsten Migräneanfall warten; dies führt leicht zu Nervosität und Schlaflosigkeit, so dass Sie damit ungewollt den nächsten Anfall begünstigen.

Weitere Möglichkeiten der Behandlung:
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ei der physikalischen Therapie wird der Körper mit sog. physikalischen Reizen angeregt. Darunter fallen z. B. lockernde Gymnastik, Atemübungen (auch Tai Chi), Massagen und Wasseranwendungen nach Kneipp (hierzu gehören Oberkörperwaschungen, Wassergüsse, Wechselbäder und Wassertreten). Während diese Maßnahmen oftmals hilfreich sind, sollten Sonnenbäder gemieden werden.

Bewährt haben sich Entspannungstechniken (z.B. Muskelrelaxation nach Jakobson. Diese Techniken können dann zur Abschwächung seelischer Spannungen führen. Sie sollten in jedem Falle mit Ihrem Arzt darüber sprechen, ob solche Maßnahmen für Sie geeignet sind.

Wir hoffen, dass Ihnen diese Hinweise helfen werden, Ihrer Migräne vorzubeugen, um beschwerdefrei leben zu können.

Weitere Informationen:
Deutsche Migräne und Kopfschmerzgesellschaft:
http://www.dmkg.de,
www.schmerzhilfe.de, www.migraeneliga.de, www.schmerzliga.de,