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Die eigentlichen Ursachen der Migräne sind bis heute nicht restlos aufgeklärt. Bekannt ist jedoch, daß eine familiäre Veranlagung eine beträchtliche Rolle spielt. Es fällt auf, daß Frauen deutlich häufiger von Migräne betroffen sind als Männer. Migräne - Kopfschmerzen äußern sich gewöhnlich folgendermaßen: anfallsartiges Auftreten, meist einseitig beginnend, dann breiten sie sich langsam über den gesamten Kopf aus ; Dauer ca. 6 -12 Stunden (-Tage), meist klopfende Schmerzen. Begleitet werden die Kopfschmerzen sehr häufig von Lichtempfindlichkeit, Geräuschempfindlichkeit und Reizbarkeit weiterhin von Appetitlosigkeit, Blässe, Übelkeit und Erbrechen Als „Vorboten“ der Kopfschmerzen zeigen sich oft: Sehstörungen (z. B. Flimmern), Mißempfindungen in bestimmten Körperabschnitten, Konzentrationsstörungen und Änderung des Gemütszustandes.
Es gibt mehrere Arten von Migräne, deren Unterscheidung dem Arzt möglich ist, sofern er von Ihnen Angaben über den Ablauf der Migräneanfälle erhält. Man weiß, daß gewisse Veränderungen im Blutgefäßsystem des Kopfes für die Schmerzen verantwortlich sind. Dabei kann es nach krampfartiger Verengung zu einer erheblichen Weitstellung der Gefäße kommen, was die eigentliche Ursache für die entstehenden Kopfschmerzen ist.
Wodurch werden die Anfälle ausgelöst? Es gibt bestimmte Reize, die einen Migräneanfall auslösen können: seelische Belastungen; dabei treten die Anfälle häufig auch in der nachfolgenden Entspannungsphase auf. Wettereinflüsse:Wetteränderungen, Gewitter und Föhnlagen. Menstruation, Licht - und Flimmereffekte, möglicherweise Empfindlichkeit gegen bestimmte Nahrungsmittel (z. B. Käse, gepökeltes Fleisch, Schokolade, Zitrusfrüchte). Bemühen Sie sich, Ihren möglichen individuellen „Auslösefaktor“ zu erkennen. Indem Sie diesen Auslösefaktor vermeiden, ermöglichen Sie bereits eine gewisse Vorbeugung gegen die Migräneanfälle.
Die Behandlung der Migräne: Ihr Arzt wird entscheiden, welche Therapie bei Ihnen erforderlich ist. Es gibt hier zwei wesentliche Punkte: Linderung des plötzlichen Anfalls: Hier sind Ruhe und Reizabschirmung, am besten - also das Liegen in einem abgedunkelten Raum. Häufig können auch kühlende Tücher auf Stirn und Nacken hilfreich sein. Die Akupunktur ist eine sehr wirksame Behandlungsmethode beim akuten Migräneanfall. Häufig läßt sich der Migräneanfall mit einer Akupressurbehandlung verhindern. Die vom Arzt verordneten Medikamente zur Unterbrechung eines Migräne- Anfalls sollten rechtzeitig eingenommen werden. Bitte bedenken Sie aber, daß Medikamente für den akuten Anfall nicht auf Dauer eingenommen werden dürfen.
Vorbeugende Behandlung: Mit einer vorbeugenden Behandlung gelingt es, ein Auftreten der Anfälle zu verhindern, zumindest aber die Anzahl und Schwere der Schmerzattacken zu vermindern. Hier haben sich Darmreinigungskuren wie die F.X. Mayr - Kur und die Homöopatische Behandlung bewährt. Verordnete Medikamente müssen über einen längeren Zeitraum konsequent eingenommen werden. Bei einem hohen Prozentsatz der Fälle läßt sich heute auf diese Weise ein entscheidender Erfolg erzielen, besonders dann, wenn Sie nicht mutlos sind und versuchen, gemeinsam mit dem Arzt gegen die Erkrankung anzugehen.
Was können Sie selbst tun? Die Häufigkeit der Anfälle können Sie durch Ihre Lebensführung mindern. Hierzu ist ein ausgeglichener Tagesrhythmus empfehlenswert. Das bedeutet, daß Sie selbst für einen normalen Wechsel von Anspannung und Entspannung sorgen und übermäßigen Streß meiden. Sie sollten sich auch nicht aus dem normalen täglichen Leben zurückziehen oder sich gänzlich schonen. Wesentlich ist es, ein „Übermaß der Dinge“ zu vermeiden. Das betrifft sowohl die Ernährung als auch die Schlafgewohnheiten. Sie sollten hinsichtlich des Zeitpunktes und der Länge des Schlafes Ihren eigenen Rhythmus finden, den Sie dann beibehalten. Die Ernährung sollte ausgeglichen sein; eine spezielle Diät wird nicht empfohlen. Meiden Sie jedoch Nahrungsmittel, von denen Sie annehmen, daß sie bei Ihnen einen Migräneanfall ausgelöst haben. Ebenso empfiehlt es sich, Alkohol aus dem Wege zu gehen. Gelegentlich kann der Genuß von Kaffee bei leichteren Kopfschmerzen eine günstige Wirkung haben; es gibt allerdings auch Patienten, bei denen nach starkem Kaffee ein Migräneanfall ausgelöst wird. Wesentlich ist auch, daß Sie nicht voller Furcht auf den nächsten Migräneanfall warten; dies führt leicht zu Nervosität und Schlaflosigkeit, so daß Sie damit ungewollt den nächsten Anfall begünstigen.
Weitere Möglichkeiten der Behandlung: Bei der physikalischen Therapie wird der Körper mit sog. physikalischen Reizen angeregt. Darunter fallen z. B. lockernde Gymnastik, Massagen und Wasseranwendungen nach Kneipp (hierzu gehören Oberkörperwaschungen, Güsse, Wechselbäder und Wassertreten). Während diese Maßnahmen oftmals hilfreich sind, sollten Sonnenbäder gemieden werden. Neben diesen Maßnahmen gibt es noch eine Vielzahl weiterer Methoden, um die Therapie zu unterstützen. Hierzu gehören auch bestimmte Entspannungstechniken, wobei anzumerken ist, daß Sie diese nur unter Anleitung erfahrener Therapeuten, meist in kleinen Gruppen, erlernen sollten. Diese Techniken können dann zur Abschwächung seelischer Spannungen führen. Sie sollten in jedem Falle mit Ihrem Arzt darüber sprechen, ob solche Maßnahmen für Sie geeignet sind.
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