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Sauerstoffmehrschrittherapie

Therapieformen, die sich des atmosphärischen Sauerstoffs oder des aktivierten Sauerstoffs als Therapie bedienen, haben das Ziel, den gestörten Sauerstoffstoffwechsel zu reaktivieren. Erreicht wird eine:

  1. Erhöhung des arteriellen Sauerstoffpartialdruckes (PO2),
  2. Vergrößerung der arteriovenösen Sauerstoff-Differenz,
  3. Anhebung von Substanzen, die die Sauerstoffabgabe an die Zelle steigern
  4. Erhöhung der Oxidmenge, gesteigerte Sauerstoffverwertung in der Zelle.

Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie ist eine ausreichende Funktion der antioxidativen Schutzsysteme im Körper (siehe umseitig).

Anwendungsbereiche:

  • Arterielle Durchblutungsstörungen der Arme und Beine Stadium 1-3.
  • Koronare und zerebrale Durchblutungsstörungen.
  • Herzrhytmusstörungen (nach diagnostischer Klärung)
  • Altersbedingte Gedächtnisstörungen, Reaktionsstörungen
  • Atemwegserkrankungen (inkl. Asthma)
  • Stressbedingter Leistungsabfall, Müdigkeit, Leistungsknick
  • Migräne, Clusterkopfschmerz, Tinnitus
  • Viruserkrankungen (rez. Herpes, Sinusitis, Bronchitis usf.)
  • Krebserkrankungen (Nachsorge)

Ziel und Wirkungsprinzip der Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie ist es, einen abgesunkenen
(hohes Lebensalter, Stress) Sauerstofftransport in das Körpergewebe für viele Monate anhaltend
 wieder anzuheben und darüber hinaus auf einen möglichst hohen Wert zu steigern. 
In allen Körperbereichen ist der Regel- bzw.  Schaltmechanismus hierfür die Blut- Mikrozirkulation. 
Zur Auslösung dieses Kapillarwand- Schaltvorganges in positiver, den Blutfluss verstärkender Richtung
dient der 1977 entdeckte und in allen Varianten aus drei Schritten bestehende Sauerstoff- Mehrschritt- Regenerationsprozess:

1. Schritt: Verbesserung der Sauerstoff-Ausnutzung im Körpergewebe durch eine biochemisch begründete Medikamentenkombination (30 mg Vitamin B1, 75 mg Dipyridamol, 100 mg Magnesiumorotat).  Gabe 30 Minuten vor Schritt 2. Antioxidantien sollten möglichst 10 Tage vor und bis 6 Wochen nach der Behandlung eingenommen werden.

2. Schritt: Inhalation von Atemgas mit einem Sauerstoff- Fluss zwischen 4 I/min. (18 x 2Std.), und 30 I/min. (10 x 30 min., Schnellprozess auf dem Ergometer 4x15 min) angepasst an das Atemzeitvolumen.

3. Schritt: Kontrollierte körperliche Belastung mindestens 30 min. 3x/ Woche mit einer Pulsfrequenz von 100 – 130 S/ min (nach Belastungstest) zur Steigerung der Durchblutung in den für die Sauerstoffversorgung maßgeblichen Organen (Lunge, Atemmuskulatur, Herz).

(Die Sauerstoffmehrschritttherapie ist keine Kassenleistung)

Quellen: Böhm U., Muss C., Pfisterer M.: Rationelle Diagnostik in der OM; Hippokrates Verlag. Stuttgart 2004; May W.: Umstimmungstherapie ((Buchveröffentlichung); Hippokrates Verlag Stuttgart 1993; Fodor L.: Sauerstofftherapie in Schimmel C.: Lehrbuch der Naturheilverfahren Band 2 Hippokrates Verlag 1990; Quelle: nach 1st british Conference on Oxygen therapies, London 1994; Von Ardenne Institut für angewandte Forschung GmbH