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Der Säure- Basenhaushalt
Alle kennen die Schäden, die der saure Regen in der Natur anrichtet.
Wertvolle Ackerböden verlieren ihre Mineralien, viele Pflanzen verschwinden,
der Wald stirbt. Auch unser Körper kann nur in einem ganz bestimmten Säure - Basen - Milieu optimal regulieren.
Entscheidende Enzymvorgänge werden in einem sauren Zustand blockiert.
Übersäuerungs- Zustände und daraus resultierende Erkrankungen sind häufig.

Der Hauptteil an Säuren im Körper entsteht bei der Energiegewinnung
 durch die Verbrennung von Kohlenhydraten und Zucker zu
Kohlensäure und Wasser.
Durch Fieber, Entzündungen und Stress entstehen zusätzliche Säuren.

Die Nahrung ist ebenfalls häufig säureüberschüssig (vor allem Eiweiß).
Basische Kost (Obst und Gemüse)kann, wenn sie nicht richtig im Magendarmtrakt aufgeschlossen wird,
gären und so säureüberschüssig werden
Der Stuhl riecht dann sauer und ist sauer.

Bei vielen chronischen Erkrankungen findet sich eine starke
Verminderung bzw. eine Aufhebung der Pufferkapazität des Blutes. Die Intensivmedizin benutzt
 teure Apparate zur Bestimmung
der Säure- Basen- Werte im Blut, wobei jedoch die
Basen- Reserve im Gewebe nur unzureichend erfasst wird.

Eine einfache, aber nicht sehr genaue Möglichkeit ist die Messung des pH- Wertes im Urin.

Mit Lakmus- Papier aus dem Chemie Bedarf (Indikator Papier zu Acimethin, Bullrichs Vital) kann
der pH- Wert in Flüssigkeiten von pH 5,2-7,4 gemessen werden.

Bei der Messung wird der Morgenurin meist einen sauren Wert anzeigen, weil der Körper nachts
 saure Stoffwechselreste verarbeitet.
Tagsüber treten in Abhängigkeit von Nahrungsaufnahme und körperlicher Aktivität neutrale bis
 basische Stoffwechsel- Verhältnisse auf
und damit ein neutraler (pH 7) bzw. basischer pH Wert (über PH 7).

Entsäuern kann der Organismus über Stuhl, Urin, Schweiß und die Atmung.

  • Sauer wirken Chlorid, Kohlensäure (CO2), Sulfate, Phosphate, Harnsäure und
     Produkte aus dem Eiweißstoffwechsel (Anionen).
  • Basisch wirken Kationen wie Magnesium, Calcium, Natrium, Kalium, Zink und
    Hydrogen- Carbonate. Sie sind die Alkalireserve.

Während Kohlensäure abgeatmet werden kann, können Säuren aus dem Eiweißstoffwechsel nur
über Stuhl, Haut und Nieren ausgeschieden werden. Bei Übersäuerungs- Zuständen kommt es zu einer Verminderung der Basen - Reserve und zu einer Aufhebung der Regulation zwischen
Säuren und Basen.

Durch Therapie mit basischen Substanzen (Basenpulver, Bullrich - Vital u.a.) lassen sich iinsbesondere Schmerzzustände beheben. Wie beim Muskelkater (Laktatazidose) entstehen Schmerzen häufig durch Übersäuerung.

Viele Erkrankungen wie: Magen - Darm -, Leber - und Stoffwechselerkrankungen,
Osteoporose, Diabetes mellitus II inklusive Hypoglykämie, Herzkreislauf- Erkrankungen, Asthma,
 Hautleiden, Nerven- und Gemütsleiden, Migräne, Schwangerschaftserbrechen und
Nierenerkrankungen konnten durch den Ausgleich des Säurebasenhaushalts gebessert werden.

Literatur: Sander F: Der Säure- Basen- Haushalt des menschlichen Organismus, Hippokrates Verlag Stuttgart 1985; Worlitschek M.:
Der Säure Basen Haushalt; Haug Verlag Heidelberg 2000; May W.: Säure- Basen- Ausgleich bei Schmerzen in Taubert K.:
Der Schmerzpatient in der Praxis; Spitta Verlag 1995; May W.: Umstimmung durch Rohkost und Therapie mit basischen Substanzen
 in May W.: Umstimmungstherapie; Hippokrates Verlag Stuttgart 1993, Frasetto L., Morris R.,C.Jr, Sebastian A.:
Potassium bicarbonate reduces urinary nitrogen excretion in postmenopausal womwn.
Clin. Endocrinol.metabol 1997 Jan;82(1):254-9; Witasek A et al.: Influence of basic mineral salts on human
organism while on standardized nutritional conditions. Erfahrungsheilkunde 1996; 45(8):477-88