Weichteilrheuma

Der Weichteilrheumatismus - Fibromyalgie

Der Weichteilrheumatismus, auch Fibromyalgiesyndrom genannt, gehört zu den nicht entzündlich rheumatischen Erkrankungen. Charakteristisch sind Schmerzen an spezifischen Muskel- Sehnen- Ansatzstellen, an Gelenken und der Wirbelsäule, die sogenannten Tenderpoints (Abb.). Außerdem oft Symptome wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Migräne- Neigung, Schlafstörungen, die jedoch eher unspezifisch sind, weil sie zum einen auch bei anderen - als auch bei sonst gesunden Patienten vorübergehend auftreten können. 
Bei mikroskopischen Untersuchungen an schmerzhaften Sehnenansätzen und im Bereich von Muskel Verspannungen (Myogelosen) konnten allerdings bei vielen freiwilligen Fibromyalgie- Patienten charakteristische Veränderungen gesehen werden, die an eine Sauerstoff- Unterversorgung dieser Gewebe denken lassen.  Die Ursache für diesen Sauerstoffmangel können wir in einem bei Fibromyalgie- Patienten erhöhten Spannungszustand der Muskulatur sehen, wodurch wiederum die Durchblutung und damit die Sauerstoffversorgung verringert werden.

Der Weichteilrheumatismus ist schulmedizinisch eine sogenannte Ausschlußdiagnose, d.h. die Diagnose kann erst gestellt werden, wenn sich in den klassischen Labor- und Röntgen Untersuchungen keine wesentlichen krankhaften Veränderungen zeigen. Mit Hilfe moderner umweltmedizinischer Testmethoden lassen sich bei einem Teil der Patienten angeborene oder erworbene Immunstörung laborchemisch (Umweltlabor) diagnostizieren.

Es kann sich hierbei um eine Störung der Schwefel- abhängigen Entgiftung (Hier helfen Schwefelbäder bzw. Schwefel homöopathisch), eine Abbaustörung von Aldehyden wie Formaldehyd (hier hilft die homöopathische Ameisensäure) oder um eine Störung der Sauerstoff- abhängigen Energiegewinnung in den Mitochondrien, den „Energie- aggregaten“ unserer Körperzellen (krankhafter Milchsäure - Laktat - Anstieg), oder um eine allergische Reaktion meist vom verzögerten Typ (Typ III Allergie) handeln. Auch Krankheitsherde wie chronische Zahnwurzel- Eiterungen können die Beschwerden verursachen.

Es sollte eine Herdsuche mit dem Regulationsthermogramm oder dem Vegatest oder kinesiologisch durchgeführt werden. 

Mögliche Ursachen für einen erhöhten Muskel Dauertonus können auf der einen Seite Fehlhaltungen, Fehlstatik der Wirbelsäule und der Gelenke sein, auf der anderen Seite aber auch häufig weit zurückliegende Ereignisse früherer, nicht verstandener und damit nicht verarbeiteter Erlebnisse sein, die als „Leibgedächtnis“ in unserer Muskulatur weiterleben und dann häufig unklare Schmerzen verursachen können.

Der Schmerz des Fibromyalgie- Syndroms kann sowohl durch körperliche als auch durch seelische Ursachen unterhalten werden. Die häufig zusätzlich vorhandene depressive Stimmungslage kann sowohl durch die körperlichen wie durch die seelischen  Ursachen bedingt sein. Eine weitere Steigerung erfährt der chronische Schmerz, wenn aus Angst und Verunsicherung heraus körperliche Schonung erfolgt.

Was aber ist und wie entsteht Schmerz ?
Jedes Schmerzereignis, sei es über äußere Verletzungen oder Erkrankungen innerer Organe, wird über spezielle Nervenfasern über das Rückenmark zum Gehirn geleitet und hier in verschiedenen Zentren verarbeitet, bevor in der Großhirnrinde eine örtliche Zuordnung erfolgt und als Impuls wieder über das Rückenmark zurück gelangt, wodurch Schutzreflexe möglich werden.  Dieser gesamte Vorgang läuft bei gesundem Nervensystem in Bruchteilen von Sekunden ab. Im Zwischenhirn, einem Sitz unserer Gefühls und Empfindungsverarbeitung, erfährt jeder Nervenimpuls eine unserer augenblicklichen Verfassung entsprechende „Färbung“. 

Aus Untersuchungen wissen wir - und jeder kann das für sich nachprüfen - , daß gleiche Schmerzreize zu unterschiedlichen Zeiten ausgelöst, von den gleichen Menschen ganz unterschiedlich empfunden werden können. Das bedeutet umgekehrt, daß wir auf unser Schmerz empfinden bewußt Einfluß nehmen können, wenn wir unsere Bestimmtheit verändern z.B. durch verschiedene Entspannungstechniken, Verbesserung unseres Schlafverhaltens, durch Rhytmisierung unseres Tagesablaufes, aber auch durch das Erkennen von Konflikten und Problemen und Erarbeiten befriedigender Lösungen.  Wir wissen und erfahren in der täglichen Praxis, daß seelische Belastungen unser Immunsystem negativ beeinflussen, daß z.B. die Infektanfälligkeit steigt, daß ein hormonelles Ungleichgewicht zu Stimmungsschwankungen und seelischer Unausgeglichenheit führen kann, was wiederum unser Schmerz empfinden negativ beeinflußt.

Welche therapeutische Möglichkeiten ergeben sich daraus ? 
Zunächst ist es sehr oft erforderlich, den Teufelskreis Schmerz - Verspannung - Schmerz Verspannung zu unterbrechen, was sowohl durch physikalische Maßnahmen wie Moorbäder, Kräuterbäder, spezielle Massagen, Dauerbrause,Kneipp Anwendungen und Sauna Therapie wie auch durch Medikamente zum Senken des Muskeltonus und zur Schmerzlinderung oder auch durch Akupunktur und lokale Infiltrationen wie Neuraltherapie und Elektrotherapie (TENS) möglich ist.

Die medikamentöse Therapie sollte jedoch niemals zu einer Dauerbehandlung werden, sondern lediglich zu einer Behandlungsfähigkeit führen.  Es sollte eine Herdsuche kinesiologisch, mit dem Regulationsthermogramm oder dem Vegatest durchgeführt werden.

Bei umweltbedingten Schäden haben sich eine gezielte Vitamin- und Mineralstoff- Zufuhr, Sauerstoffbehandlungen (HOT), eine Eigenbluttherapie und die Homöopathie bewährt.

Quelle: Ute M. Schendel, Theodor- Storm- Weg 6, 31848 Bad Münder;