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Funktionelle Entspannung (FE) ist ein Körper bezogenes Behandlungsverfahren der psychosomatischen Medizin. Die funktionelle Entspannung ermöglicht, das Körperempfinden zu vertiefen. Dies geschieht durch die Wahrnehmung des eigenen Rhythmus (vertiefte Wahrnehmung des Atem- Rhythmus und seiner autonomen Anteile).
Mit dem Therapeuten entdeckt der sich "funktionelle Entspannende “ bisher körperlich unbewusstes oder strukturiert leibliche Erfahrungen neuartig. Angestrebt wird ein Nachreifungsprozess, der den eigenen " inneren Schwerpunkt im Ent- und Anspannen entwickeln hilft. Dies führt zu größerer Sensibilität und zur Selbstannahme im psychosomatischen Sinne. Wesentlich ist der ständige Versuch, Körperempfindungen zu verbalisieren und einen Dialog zwischen Patienten und Therapeuten zu unterhalten.
Die funktionelle Entspannung wurde von Marianne Fuchs in der Zeit von 1946 bis zu 1956 in Heidelberg vor dem Hintergrund der dortigen Antropologischen Medizin (Siebeck, von Krehl, von Weizsäcker) entwickelt. Kurz ausgedrückt "realisiert sie eine subjektive Anatomie des menschlichen Körpers" (von Uexküll). Sie grenzt sich damit deutlich von Techniken ab, die mit hypnoiden Zuständen arbeiten (z.B. autogenes Training). Sie wird als Ergänzung zur psychoanalytischen Medizin gesehen. Der Analyse geht es ebenso um Bewusstmachen und Neustrukturierung menschlicher Wahrnehmungs- und Ausdrucksfähigkeit. Die FE hat mit der humanistischen Psychologie die Gemeinsamkeit, die Selbstverwirklichung des Einzelnen zu fördern.
Quelle: Wolfram Schüffel: Praxis Psychotherapie Psychosomatik (9.8.80) 33:130
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