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Zöliakie / Sprue Bei der Zöliakie (bei Erwachsenen Sprue genannt) besteht eine Überempfindlichkeit gegen das in den meisten Getreiden enthaltene Klebereiweiß "Gluten".Bei Zufuhr von Gluten wird die Schleimhaut im Dünndarm geschädigt, wodurch es in Folge, zur Rückbildung der Zotten des Darmes kommt.Dadurch können nicht mehr so viele Nahrungsbestandteile aufgenommen werden. Zöliakie gilt nicht als Erbkrankheit, tritt aber dennoch Familiär gehäuft auf. Durchschnittlich dauert es bis zu 13 Jahren, bis eine Zöliakie diagnostiziert wird. Sie galt über Jahre weg als Krankheit des Kindesalters.Dadurch wussten oft nur Kinderärzte einigermaßen darüber bescheid. Selbst heute sind Allgemeinärzte noch nicht ausreichend informiert. Die Bandbreite der möglichen Symptome allein, erschwert schon die Diagnose. Schlechte geistige und verzögerte körperliche Entwicklung bei Kindern, blasse Gesichtsfarbe , Blähungen und Blähbauch, übelriechender, gelblicher und großer Stuhl mit Fett, übelriechende Durchfäll , Blutarmut, Hauterkrankungen, Kribbelparästhesien, Gewichtsverlust , Knochenschmerzen , Ödeme. Des weiteren sind durch die oft auftretenden psychischen Belastungen Patienten fälschlicherweise in der Psychiatrie gelandet, da sie eine erhöhte Neigung zu Depressionen haben. Amerikanische und britische Wissenschaftler schliessen einen Zusammenhang zwischen Zöliakie und neurologischen Dysfunktionen nicht aus.
Folgen: Bei Kindern tritt oft Eisenmangel auf, bei Erwachsenen kommt es zum Mangel an Folsäure. Eine weitere Folge kann Osteoporose sein. Da die Erkrankung lebenslang ist, kommt es oft zu erheblichen psychischen Belastungen mit häufigen Depressionen.
Diagnose: Anti- Gliadin Antikörper und Transglutaminase Antikörper aus dem Stuhl oder durch eine Dünndarmbiopsie (Gewebeprobe des Darmes) und/oder einer Blutuntersuchung erstellt.
Therapie: Zöliakie / Sprue bedarf einer lebenslangen glutenfreien Diät. Die Diät führt erst nach mehreren Monaten zum Abklingen der Schleimhautschädigungen. Die Diät sollte auch eingehalten werden, wenn keine Beschwerden mehr vorhanden sind. Nur so können schwerwiegende Spätfolgen verhindert werden. Glutenhaltg sind: Weizen, Dinkel, Roggen, Gerste, Hafer, Kalmut, Triticale Achtung! 1-2 Gramm Mehl genügen, um die Schleimhäute zu stören. Daher ist es wichtig sich strikt an die Diät zu halten. Eine Heilung ist derzeit nicht möglich. Medikamente gibt es keine.
Weitere Informationen: http://www.dzg-online.de/
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