Homiosyniatrie

Homöosyniatrie - Neuro - Homöo - Akupunktur

Bei dieser Therapieform werden die Injektionspräparate in Akupunkturpunkte gespritzt.
Die Therapie ist einfach durchzuführen und überzeugend in der Wirkung.  Es wird die im deutschsprachigen Raum übliche Terminologie der Akupunktur verwendet. Der erfahrene Akupunkteur ebenso wie der Anfänger kann damit problemlos arbeiten.

Die Homöosyniatrie: Durch de la Fuye, Paris, wird eine Synthese zwischen der Homöopathie und der Akupunktur über den Weg der Weiheschen Punkte unter dem Namen „Homöosyniatrie“ propagiert.
Für die homöopathische Betrachtungsweise ist der Hinweis wichtig, daß die Chinesen sich bei der Bestimmung ihrer Hautpunkte von feinen Nuancierungen haben leiten lassen, die absolut in der Richtung der homöopathischen Mittelwahl nach Modalitäten, Leitsymptomen, psychischen und subjektiven Symptomen liegen.  Für therapeutische Zwecke sind die Punkte dann verwendbar, wenn sie nachweislich hyperalgetisch sind und das Verhalten des Kranken auch den psychischen Bedingungen des Punktes entspricht.

Allerdings ließ sich der Zusammenhang zwischen Schmerzpunkten und zugehörigen Arzneimitteln nie einwandfrei nachweisen. Leeser weist darauf hin, daß Schmerzpunkte Frühsymptome einer latenten Krankheit sind. Damit berühren sich seine Beobachtungen mit der Neuraltherapie. Er behauptet, daß die Schmerzpunkte den selben Wert haben, wie die Gesamtheit der übrigen Symptome, die nach der homöopathischen Methode zum Simillimum führen. Die Arzneimittelprüfung eines homöopatischen Polychrests zeigt allerdings eine so vielfältige Symptomatik, daß nicht nur ein Punkt sondern Punkte - Kombinationen für das Mittel gefunden werden müßten. Die von Weihe aufgeführten Punkte können somit allenfalls dem Maximalpunkt in der Neuraltherapie entsprechen.
Wie man auch zu Weihes Ansichten stehen mag so muß man ihm doch zugestehen, daß er damit schon vor Head die sogenannten segmentalen Zonen entdeckt und veröffentlicht hat.  Head publizierte erst 1889, Weihe schon 1886.

Zur Therapie eignen sich sowohl Einzelmittel wie auch Kombinationspräparate. Bei Einzelmitteln empfiehlt sich die genaue homöopatische Repertorisation und eine kinesiologische Testung der Potenz.

Hinweise zur Technik der Pharmaka - Akupunktur: 
Die empfohlenen Arzneimittel werden in die entsprechenden Akupunkturpunkte subkutan injiziert. Lediglich bei den im Segment zum Erfolgsorgan liegenden Punkten - meist Punkte des Blasenmeridians - sollte zusätzlich eine Quaddel gesetzt werden. Die Behandlungen werden ein-  bis zweimal wöchentlich durchgeführt.  Mit zunehmendem Therapieerfolg können die Injektionsabstände vergrößert werden.

Grundsätzlich ist es sinnvoll, die orale Darreichungsformen der Homöopatika mitzuverordnen.

Kosten: Eur 10- 25.- pro Behandlung

Literatur:Cefak Pharmaka Akupunktur: Cefak Arzneimittel Postfach 1360, 87400 Kempten 1987; Dosch P.: Lehrbuch der Neuraltherapie nach Hunecke 13. Auflage, Haug Verlag 1989; Gardemin E.: Homöopathische Reimregeln, Haug Verlag, Ulm/Donau 1957; Geyer E.: 100 wichtige Punkte der Akupunktur und Homöopathie, Sonntag V.Stuttgart 1994; Häring Zimmerli S.: Homöopathische Arzneimitteltypen Band 1+2; Verlag Müller Steinicke München 2. Auflage 1997; Homöopathisches Repetitorium; Hrsg. Deutsche Homöopathische Union  Karlsruhe 1994; Kubiena G.: Chinesische Syndrome verstehen und verwenden. Wilhelm Maudrich Verlag, Wien, München, Bern 1996; May W.: Die asthenische Konstitution, Allgemeine homöopathische Zeitung 231;1(1986) 19-23; May W.: Gezielte Physiotherapie auf Grund der chinesischen Typenlehre, Ärztezeitschrift für Naturheilverfahren 29, 1988 6.19 bis 6.35.; May W.: Homöopathie bei Sportverletzungen, Der Naturarzt 4 1997 12-14; May W.: Umstimmungstherapie durch Homöopathie in: May W.: Umstimmungstherapie, Hippokrates Verlag 1993; Metzger J.: Gesichtete Homöopatische Arzneimittellehre Haug Verlag Heidelberg 1977; Nash E.: Lokale Leitsymptome; J.Sonntag Verlag Regensburg 1993; Ordinatio Antihomotoxica et Materia Medica: Biologische Heilmittel Heel GmbH 1992, Baden-Baden; Pascoe Kompendium: therapeutisches Handbuch und Präparateverzeichnis, 3. Auflage 1998; Quilisch W.: Homöopathische Differentialtherapie, 2. Auflage, Haug Verlag Heidelberg 1980; Schäuble J. : Homöopathie Fibel, Malbuch homöopathischer Mittelbilder, Verlag Müller & Steinige München, unveränderter Nachdruck 1994; Schmid H.: Akupunktur Therapie nach der Chinesischen Typenlehre, Hippokrates Verlag Stuttgart, 2. Auflage 1981; Schoeler H.: Die Weiheschen Druckpunkte, Haug Verlag Heidelberg 10. Erweiterte Auflage 1982; Stauffer K.: Homöotherapie 2. Faksimile Nachdruck 1982. J. Sonntag Verlag, Regensburg; Stübler M.: Homöopatische Arzneien; Trias Verlag Stuttgart 1989; Weber K.G.: Neuraltherapie als Umstimmungstherapie in: May W. Umstimmungstherapie, Hippokrates Verlag 1993; Zimmermann W.: Homöopathie der Hautkrankheiten. J. Sonntag Verlag, Regensburg 1979; Zimmermann W.: Homöopathie, Konsilium Cedip, Naturheilweisen, Cedip Verlag München 1983; Zimmermann W.: Homöopathische Arzneitherapie. J. Sonntag Verlag, Regensburg 1980; Voisin H.: Praktische Homöopathie; Selbstverlag Strobel Druck Arnsberg Westfahlen

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