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Der Begründer der Homöopathie war Hahnemann. Er beobachtete, daß die wiederholte Verabreichung von Arzneipflanzen, metallischen Zubereitungen oder Krankheitsprodukten in nicht giftiger Konzentration beim Gesunden Beschwerden (Symptome) hervorruft. Seine Entdeckung ist, daß eine Krankheit durch eben das Arzneimittel im verdünnter (potenzierter) Form geheilt werden kann, welches beim Gesunden möglichst ähnliche Beschwerden hervorruft. Bei chronischen Erkrankungen stellte er fest, daß sich der Organismus anfangs unmerklich vom Gesunden entfernt und der Krankheit nur unvollkommen Widerstand leistet. Als Ursache vermutete er eine allgemeine Krankheitsbereitschaft (Psora). Er unterschied drei unterschiedliche Veranlagungen (Miasmen) zu chronischen Erkrankungen: Syphilis, Sykosis und Psora. Die vierte mögliche Ursache bilden die chronischen Vergiftungen.
Er beobachtete, daß chronische Krankheiten so lange verborgen bleiben, bis ungünstige Lebensumstände sie auslösen. Bei einer Vererbung durch die Eltern treten sie bei den Kindern bereits in leichter Form auf. Sie durchdringen zunächst den Körper und ergreifen Besitz von ihm. Erst dann (im 2. Akt) verursachen sie örtliche Erscheinungen: vor allem Hautausschläge. Diese “Lokalübel” treten gewissermaßen stellvertretend für das innere Allgemeinleiden auf. Werden sie aber durch eine äußere Behandlung ( z.B. durch Cortison) vertrieben und unterdrückt, kommt es (im 3.Akt) zur chronischen Krankheit. Hierzu gehören nach Hahnemann die Wechselfieber, Asthma, Rheuma, Ekzem, Krämpfe, Durchfälle sowie manche Gemüts- und Geisteskrankheiten. Diese chronischen Krankheiten führen sich selbst überlassen auch bei diszipliniertester Lebensweise und bester körperlicher Verfassung zu chronischem Siechtum. Hahnemann beobachtete, daß die Medizin zunächst sicher half, im Wiederholungsfall jedoch immer weniger, obwohl richtig gewählt. Er forderte, wie übrigens auch Hufeland, der Leibarzt der Königin Luise von Preussen, die Krankheit auf dem Weg zurückzuführen, auf dem sie gekommen ist, gleichgültig wie verschlungen der Weg der Krankheit war.
Nach unseren heutigen Vorstellungen haben chronische Krankheiten erbliche, erworbene und verhaltensbedingte Ursachen. Was die verhaltensbedingten Ursachen betrifft, wissen wir alle, wie schwer es ist, eine schlechte Gewohnheit abzulegen; z.B. konnte auch durch eine Fülle von Diätbüchern in den letzten Jahren in Millionenauflagen letztlich keine wesentliche Veränderung des Ernährungsverhaltens bewirkt werden. Damit wird klar, daß die Hilfen an den tiefer liegenden, meist unbewußten Strukturen angreifen müssen. Dies bedeutet die systematische Umkodierung - also Umstimmung - eines komplizierten Computerprogramms, nämlich der angeborenen und lebens-geschichtlich erworbenen Veranlagungen und Verhaltensmuster. Dies ist nicht von heute auf morgen zu erreichen und hier wird auch die Rückfälligkeit in die eingefahrenen Gleise der alten Verhaltensweisen verständlich. Während die Psychotherapie diese Umstimmung auf dem Weg über den Verstand versucht, können wir mit Hilfe homöopathischer Arzneimittel direkt auf dieses Computerprogramm einwirken. Zumindest ist dies die Überzeugung der homöopatisch tätigen Ärzte.
Wie finde ich die heilende Arznei? (Homöopahtischer Fragbogen): Die Suche nach dem heilenden Mittel muß sich an der Gesamtheit aller Symptome orientieren, auch an jenen, die zur Erkrankung gar keine Beziehung zu haben scheinen. Man geht dabei von der Tatsache aus, daß auch ein lokales Übel mit dem ganzen Menschen und allen seinen Körpervorgängen in Zusammenhang steht. Daraus werden die beziehungsreichsten und für die Arzneimittelwahl wesentlichsten ausgewählt. Im Auswählen der richtigen Symptome besteht die eigentliche Kunst des homöopathischen Arztes .
Wie nimmt man homöopathischeArzneimittel? Die Ihnen verordneten homöopathischen Mittel sollen die Eigenregulation des Organismus anregen. Medikamente, die die Eigenregulation unter drücken: Cortison, entzündungshemmende Stoffe sowie ggf. auch Antibiotika, starke Schlafmittel und Psychopharmaka sollen möglichst während der Therapie gemieden werden. Sprechen Sie deshalb mit dem Arzt auch darüber, welche Salben, Abführmittel und ggf. Haarwasser, Mundwasser oder Zahnpasten Sie verwenden.
Während der homöopathischen Behandlung soll eine gesunde, leicht verdauliche, vollwertige, fleischarme Kost eingehalten werden. Stärker gewürzte Speisen, Genußmittel wie Kaffee, Tee, Alkohol und Nikotin beeinträchtigen die Wirkung der Therapie.
Kosten: Die Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ 30,31); Erst- Behandlung EUR 50.- ; Folgebehandlung Eur 25.-
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