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Um im Körper Fieber oder eine Überwärmung (Hyperthermie) zu erzeugen, stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung: aktualisiert 11/04
1. unmittelbare Wärmeübertragung: Auflagen, Packungen, Wickel, Teilbäder (Wirkung oberflächlich) 2. Einstrahlung optischer Energie (Infrarothyperthermie) (Wirkung oberflächlich) 3. hochfrequente elektromagnetische Felder, Ultraschall (Wirkung bis in die Muskulatur), Diadyname Ströme (Wirkung bis in Nervenwurzeln), Mikrowelle Wirkung bis zu den Bandscheiben.
Unterscheide: die lokale Hyperthermie die aktive Fiebertherapie Überwärmungsbäder, Sauna und Dampfbad
Die lokale Hyperthermie wirkt örtlich bei: Tumorbehandlung (meist in Kombination mit Zytostatika). Durchblutungsförderung, beispielsweise bei rheumatischen Beschwerden.
Fiebertherapie (Der Körper erzeugt aktiv Fieber): Umstimmung bei Infektanfälligkeit, Allergien, chronischen Erkrankungen, Krebserkrankungen postoperativ oder bei inoperablen Malignomen (Magen-Darm, Mamma, Melanom, Hypernephrom, Sarkom, Lymphom, Nicht Leukosen !) Wirkungen: Ansteigen der rektalen Körpertemperatur um durchschnittlich 1,8°C; erhöhte Kortisolplasmawerte und eine relative Leukozytose sind nachgewiesen.
Die Therapie kann nur stationär durchgeführt werden. Patienten, die einer Fiebertherapie unterzogen werden, müssen in ausreichendem Allgemeinzustand sowie ausreichend mit Vitaminen und Mineralstoffen versrorgt sein. Herderkrankungen müssen vorher ausgeschlossen werden (Herdprovokation durch Fieber). Im peripheren Blut müssen mindestens 1500 Lymphozyten/ml, davon 850 T-Lymphozyten/ml nachzuweisen sein.
Überwärmungsbäder oder Infrarothyperthermie (passive Überwärmung) werden angewandt bei: Rheumatischen Erkrankungen (rheumatoider Arthritis, M. Bechterew, Psoriasis Arthritis), degenerativen Wirbelsäulenleiden, Fibromyalgie, chronisch bakteriellen und viralen Entzündungen, Umstimmung bei Infektanfälligkeit, Allergien, chronischen Hauterkrankungen, Nachbehandlung von Tumoren, Präcanzerosen, Stoffwechselträgheit, Fettsucht. Kontraindikationen: akute entzündliche Erkrankungen, schlechter Allgemeinzustand, Herzinsuffizienz, COPD, Leber-, Niereninsuffizienz.
Durchführung Überwärmungsbad: Puls- und Blutdruckkontrolle des Patienten. Das Bad beginnt bei Körpertemperatur. Dann langsam heißes Wasser zufließen lassen, bis eine Wassertemperatur von 40°-41°C erreicht ist. Sorgfältige Beobachtung und Überwachung des Patienten (Temp., Puls, RR). Dauer des Bades ca. 30-45 Minuten. Vorsichtiges Abkühlen (bei empfindlichen Patienten nur der Extremitäten), langdauernde Nachruhe und Nachbeobachtung
Durchführung Infrarothyperthermie: Der Patient liegt in einem Zelt aus flexiblen Wärmedämmfolien und wird von oben mit reflexiosgesteuertem Infrarot bestrahlt. Dabei bildet sich um den Körper eine angenehme Warmluftschicht, die Verdunstungskühle ausschließt. Überwachung wie beim Überwämungsbad. Dauer der Behandlung 2-3 Stunden.
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