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Candidiasis (Erkrankung durch Hefepilze):
Häufigkeit: Bis zu 30% der Bevölkerung in Deutschland haben eine vermehrte Pilzbesiedlung mit Hefepilzen auf Haut oder Schleimhäuten. Es werden 35000 tiefe Pilzerkrankungen pro Jahr in Deutschland registriert. Davon sterben 25% (insbesondere alte Leute und Aidskranke). Es konnte ein Zusammenhang zwischen Pilzbesiedlungen im Magendarmtrakt und Chlorkohlen- Wasserstoffen nachgewiesen werden.
Die häufigsten Beschwerden sind Schwächezustände, unklare Gewichtsabnahme, unkontrollierte Blähsucht, Allergien, Schlafstörungen und Kopfschmerzen.
Die wahrscheinlichkeit einer Erkrankung durch Hefepilze kann mit einem Fragebogen beantwortet werden.
Eine übermäßige Pilzbesiedelung des Darms oder anderer Schleimhäute ist immer mit einer Schwächung des Immunsystems und einer Veränderung der Darmflora verbunden. Pilze zerstören die Schleimhaut und den Antikörperfilm auf der Schleimhaut - das sekretorische IgA, das die Schleimhaut schützt. Hierdurch kommt es zur Aufnahme von unverdauten und giftigen Bestandteilen des Darminhalts in die Lymphbahn und als Reaktion darauf zu Beschwerden. Zusätzlich wirken Pilzgifte (Myko- Toxine) krebserzeugend.
Ursachen sind: eine zu hohe Kohlehydrat Zufuhr (Zucker, Auszugsmehl, Alkohol), Antibiotika, Kortison, Antibabypille, eine verminderte Leistung der Verdauungsdrüsen (Enzymmangel), ·Umweltgifte (Schwermetalle wie Amalgam, Chlorkohlen- Wasserstoffen, Formaldehyd u.a.)
Candidainfektionen kommen häufig vor bei: Infektanfälligkeit, Erschöpfungssyndrom (Herpes - und Epstein- Barr Virus Infektionen und/ oder Krankheitserregern im Darm (Clostridien, Campylobakter -arten und Yersinien),·Allergien jeder Art, Beschwerden des Nervensystems, der Muskulatur, der Gelenke Herderkrankungen (Zähne, Mandeln, Galle(Steine), Blinddarm, Harnwege, Geschlechtsorgane, Narben). Herdsuche mittels Regulationsthermographie und Vegatest,
Untersuchungen (nach klinischem Befund): alle Schleimhäute inspizieren (Abstrich!), Blutuntersuchung (? Abwehrschwäche, ? Allergie), Stuhluntersuchung ( ? Pilze, ? Krankheitserreger), Herdsuche (Die Untersuchung kann in unserer Praxis durchgeführt werden, Kassenleistung)
Eine Erkrankung liegt vor bei: Positivem klinischen Befund, +typischen Beschwerden, +und Candida albicans im Abstrich oder im Stuhl >10³;/mm³; Eine Candida Besiedlung < 10³; ist normal.)
Frauen leiden mehr als Männer an Pilzerkrankungen. Das erklärt man sich so: Pilzbesiedelungen auf der Schleimhaut werden durch Hormone (Schwangerschaftshormon/Pille) begünstigt. Frauen benutzen öfter Chemische Mittel auf und in Körperteilen, welche die dort ansässige Schutzbakterienflora stören oder vernichten. Weitere Begünstiger von Pilzen sind: Fluoride in Tabletten, Zahncreme und Salz; Quecksilberamalgam und Palladium im Zahnersatz; Röntgenbestrahlung und Chemotherapie; Allgemeine Übersäuerung des Stoffwechsels Wenn man Pilze bekämpfen will, muß man ihnen den Lebensraum, auf dem sie gerne wachsen, „vermiesen“. Pilze gibt es nämlich überall in der Natur. Man kann sie nie vermeiden. Im Darm sind 1000 Pilze pro Gramm Stuhl ganz normal. Erst über 3000 Pilzen pro Gramm Stuhl kann es zu einer Erkrankung kommen. Pilzerkrankungen stellen heute eine schwer therapierbare „Crux Medicorum“ dar. Dabei geht es so einfach:
1. Meiden von Pilzen in jeder Form: Feuchte Räume, (Keller, Toilette, Bad, Spüle), Küche peinlich sauber halten. Topfpflanzen mit Pilzbefall entfernen. 2. Leichte Kost ohne Zucker und Süßigkeiten entspricht einer „Antipilz- Diät“: 3. Medikamentöse Behandlung: Nystatin 4x 500.000 IE tgl. für 14 Tage; (auch lokal: oral, intravaginal oder als Puder bei Windel- Dermatitis). Bei leichtem Pilzbefall sind auch pflanzliche Mittel empfehlenswert: Myrrhinil intest (Durchfallneigung), Bärlauch (Blähungen), Pfefferminzöl (Galletreibend), Kapuzinerkresse (Harnwegs- reinigend).
Damit es nicht erneut zu Pilzbesiedlungen kommt, muss die bei Hefepilz- Erkrankungen empfohlene Diät mindestens 2-3 Monate eingehalten werden.
·Symbioselenkung(Mikrobiologische Therapie), gezielt Vitamine und Mineralstoffe (Orthemolekulare Therapie), Bitterstoffe und Lymphmittel (Homöopathie, Grapefruit Samenextrakt, ggf. Leberbehandlung (Herxheimer Reaktion), Enzymsubstitution
Literatur: Rost J.: Die DarmKandidose, TRIAS Verlag, Stuttgart; Abele J.: Die Eigenharntherapie, Haug Verlag 1994
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