Thymus Milz

Thymuspeptide- Milz                                                                      aktualisiert 1104
Seit Ende der 70er Jahre deuten zahlreiche Veröffentlichungen über Thymus und Milz sowie andere Peptide darauf hin, daß zwischen den Steuerorganen der Immunabwehr und dem ZNS allerengste Verbindungen bestehen.
Kenner der Wirkungen von Thymusfaktoren ziehen den Schluß, daß diese Peptide eine fördernden Einfluß auf die Balance der Abwehr haben. Sie üben einen harmonisierenden Einfluß auf die Produktion von Neuropeptiden im ZNS und über die Achse des Hypophysen- Endokriniums auf das hormonelle Steuerungssystem aus. Sie fördern die Lymphzytenbildung im roten Knochenmark und aktivieren deren Ausreifung zur voll funktionsfähigen Effektorzelle. Die Balance der T-Helfer und -Suppressorzellen wird durch Thymus- und Milzfaktoren gefördert. Das Knochenmark wird auch nach einer schädigenden Therapie durch Zytostatika u/o Bestrahlung durch diese Peptide angeregt. Beim
Bronchialkarzinom liess sich ein signifikanter Anstieg der Überlebenszeit erreichen. Die Spiegel von Interferonen erhöhen sich nach Gabe von Thymusfaktoren um das 3-fache. Interleukin-2 Spiegel steigen um das 7-fache. Die Nebenwirkungen sind geringer als bei Gabe von gentechnisch hergestellten Peptiden vom Typ der Kolonie stimulierenden Faktoren (CSF).
Höheres Lebes
alter, Mangelernährung, Neoplasien, Folgen von Virusinfektionen, Strahlen- , Chemotherapieschäden und Disstress werden als Ursachen sekundärer Thymus- Lymphozyten-defizienzen angesehen (Neumayer 91).
Chronisch Kranke, die intensivmedizinischer Pflege bedürfen und Krebskranke leiden aufgrund ihrer Abwerhschwäche häufig an
opportunistischen Infektionen, die z.T. auch zur Todesursache werden. Deshalb ist eine Therapie mit Peptiden vom Typ der Thymosine und Splenine wirksam und sinnvoll (Hadden 84, Hobbs 89). Bei immungeschwächten operierten Patienten, die mit Tyhmostimulin behandelt wurden konnte die Infektionsrate von 26,6 auf 4,8% gesenkt werden (Farina 86)
Thymus Injektionen stellen die spezifische Immunabwehr wieder her. Sie steigern z. B. die Anzahl und Aktivität der"T-Lymphozyten" - das sind die "Polizisten" des lmmunsystems.

Die Anwendung von Präparaten, die das Immunsystem beeinflussen, setzt in der Regel bestimmte diagnostische Maßnahmen voraus. Dazu eignet sich in erster Linie der so genannte "lmmunstatus". Mit dessen Hilfe kann der Arzt erkennen, wie viele Immunzellen der Patient im Blut hat, in welchem Zahlenverhältnis die verschiedenen Immunzellen zueinander stehen und welche Aktivität sie besitzen.

Die Thymus und Milztherapie ist keine Kassenleistung;
Kosten: EUR
Thymojekt    € 95.- (5Ampullen); € 183.- (10 Ampullen)

Literatur:Hadden W.: Thymic Factor Therapie, Ed.N.A.Byrom and Hobbs, J.R.,Acad.Press: London 1984, pp425-432; Hobbs J.R.: Symposium "Immuntrainig" Salzburg 1989; Farina E.C.et al in Canad.J.Surg. 1986 pp.445-6

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