Tumormarker sind Oberflächenantigene, die nicht von allen Krebsarten produziert werden. Sie sind für Screening (nur C-Zeltumore, Prostata), Diagnose (C-Zell-, Keimzell-, Pankreas-, LungenTumoren), den Verlauf und die Prognose vieler Krebserkrankungen verwendbar. Je nach Tumorart können ein oder mehrere Marker bestimmt werden.
Dickdarm, Pankreas: CEA, CA-19-9 Magen: CEA, CA- 72-4 Ösophagus: CEA, SCC Leber (HCC): AFP Gallenwege: CA- 19-9 Mamma: CEA, CA- 15-3, Her2neu Ovar: CA- 72-4, CA- 125 Zervix: CEA, SCC Chorion: HCG Lunge SCLC: NSE, Pro GRP, Cyfra 21-1 Lunge: NSCLC: CEA, Cyfra 21-1 Keimzell: AFP, HCG Prostata: PSA Schilddrüse: CEA, HTG C-Zell: CEA, Calcitonin HNO-TU: Cyfra 21-1 Melanom mal.: S100
Nach neueren Untersuchungen besteht bei Anstieg eines Markers um 100% - auch innerhalb des sog. Normalbereichs - der dringende Verdacht auf eine Krebserkrankung. Vergleichbar sind die Ergebnisse jedoch nur,wenn der gleiche Test (Hersteller !) gemacht wurde. Kontrollenuntersuchungen sind z.B. für CEA alle 3 Monate zu empfehlen.
Die Blutabnahme sollte immer vor der Untersuchung stattfinden. Bei gestörter Leber- und/ oder Nierenfunktion verändern sich die Tumormarker.
Die Wertigkeit neuerer unspezifischer Marker wie des p53-Autoantikörpers oder der DNS Oxidation sind noch nicht validiert. Das p53 - Tumorsuppressor-Gen, kann bei ca. 60% aller Krebs- Mutationen nachgewiesen werden. Es besitzt eine Schlüsselfunktion in der Kontrolle der Zellteilung und verhindert, dass sich gesunde Zellen zu Tumorzellen entwickeln.
Veränderungen des p53-Proteins gehen einher mit aggressiveren Tumoren, einer früheren Metastasierung und einer geringeren fünfjährigen Überlebensrate.
Literatur: Stieber P.: Inst.f.Klin. Cemie der Uni München 7/04; Labor Ganzimmun: www.ganzimmun.de
|