Ern. bei Verletzungen

Wenn Ihre Haut leicht verletzbar ist und häufig schmerzhafte Risse (Rhagaden) auftreten, sollte Sie Ihre Ernährung überprüfen. Was essen Sie gern und häufig? Ist sein Speiseplan abwechslungsreich und garantiert er die ausreichende Versorgung mit allen Nährstoffen? Ein guter Ernährungsstatus ist schließlich wichtig für den Zustand der Haut und die Wundheilung.

Jede Verletzung löst einen entzündlichen Prozeß aus, an dem zeitversetzt verschiedene Zellen beteiligt sind. Die Dauer der Wundheilung hängt von der ausreichenden Versorgung des Körpers mit Vitaminen und Mineralstoffen ab: bei Mangelzuständen (Malnutrition) ist z.B. die Bildung von Granulationsgewebe, welches die zerstörte Hautpartie ersetzten soll, verzögert.

Wie immer bei biochemischen Prozessen sind auch für die Wundheilung viele verschiedene Nährstoffe für  den optimalen Ablauf notwendig. Einige spielen dabei eine besondere Rolle.

Eiweiß führt dem Körper die Aminosäuren zu, die er für die Herstellung von Enzymen und wichtigen Struktureiweißen wie Kollagen, ß-Keratin oder Elastin braucht. Gute Eiweißlieferanten sind alle tierischen Nahrungsmittel (Eier Milchprodukte, Fleisch)

Werden sie zusammen mit pflanzlichen Eiweißträgern (Brot, Kartoffel, Hülsenfrüchte) verzehrt, erhöht sich deren biologische Wertigkeit.

Vitamine und Mineralstoffe:Voraussetzung für eine ungestörte Wundheilung ist schon in der ersten Phase eine intakte Blutgerinnung (Koagulation). Vitamin K ist ein wichtiger Faktor beim Gerinnungsvorgang. Er ist beteiligt an der Herstellung von Gerinnungsfaktoren (II, VII,  IX und X ) in der Leber. Vitamin A ist wichtig für die Funktion und Struktur der Haut und Schleimhaut (Epithel). Zudem  unterstützt es direkt die Funktion der Hautzellen des Imunsystems.Ein Mangel führt zu verlangsamter Kollagensynthese und verminderter Kollagenstabilität. Es kommt zu trockener Haut mit schmutzig braunen Flecken (Pigmentierung). Die Absonderung der Talg- und Schweißdrüsen ist vermindert.

Zur Verhinderung von Wundheilungsstörungen ist die ausreichende Versorgung mit Vitamin C notwendig. Eine seiner wichtigsten biochemischen Funktionen ist die Mitwirkung an der Kollagensynthese: Als Kofaktor von Enzymen sorgt es für die Stabilisierung der Kollagenfasern.

Zink ist essentieller Kofaktor von über 100 Enzymen und z.B. bei der Eiweißsynthese und der Replikation von DANN und RNA von Bedeutung.  Auch die Stabilität von Zellmembranen und die Infektionsabwehr werden durch Zink maßgeblich beeinflusse. Zinkmangel führt daher zu verzögerter Wundheilung und Infektanfälligkeit. Von den Mineralstoffen spielen auch Eisen und Kupfer beim Wundverschluss eine bedeutendeRolle, da sie die Kollagenvernetzung fördern. Vielseitige und ausgewogene Ernährung ist wichtig für Gesundheit und Wohlbefinden - und hilft dem Körper bei der „Reparatur“ von kleinen und großen Verletzungen.

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