Waschungen

Bewirken eine Erhöhung der Hautdurchblutung.

a) Der Körper muß gut durchwärmt sein;
b) Waschungen  gleich nach dem Aufstehen; abends Waschung Bett vorwärmen;
c) Raumtemperatur nicht zu kalt, keine Zugluft; nur soweit entkleiden wie nötig;
d) kaltes, frisches Wasser verwenden: erst Beine, dann Arme, dann Rücken, Bauch
e) nach der Waschung nicht abtrocknen, Nachtkleidung anziehen, zurück ins Bett, gut zudecken, 30 Minuten nachruhen;
f) grob poröses Leintuch - mehrfach zusammengelegt (Handtellergröße) verwenden - Tuch gut andrücken, so daß beim Waschen ein feiner Wasserfilm auf der Haut entsteht;
g) Zusätze: Essig 1:4; Salz 1 Eßlöffel/Liter; Arnika Tinktur 10 Tropfen; Retterspitz 1:10
h) Waschung nach spätestens 2 Minuten beenden.

Oberkörperwaschungen (Okw):
bei akuten und chronischen Katarrhen der oberen Luftwege, bei vegetativer Dystonie, bei Erschöpfungszuständen.

Unterkörperwaschungen (Ukw):
fördert die Beindurchblutung, bei Krampfadern und Bein- Durchblutungsstörungen.

Ganzwaschung (Gw):
abhärtend, Stoffwechsel anregend bei Zuckerkrankheit, Gicht, Fettsucht, Rheuma, Kreislauf anregend bei Nervosität und Schlaflosigkeit.

Serienwaschungen (Sw):
Waschung alle 30 Minuten bis zum Schweißausbruch wiederholen. bei fieberhaften Infekten, Kreislauf stärkend, bei allen, die schlecht oder nicht schwitzen.

Trockenbürsten (Trb):
fördert die Hautdurchblutung, wenn kaltes Wasser nicht vertragen wird. 
Mit einer kleinen kräftigen Wurzelbürste Ober- und Unterkörper bürsten, erst Beine, dann Arme dann Rücken und Bauch, nach ruhen wie bei den Waschungen
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