|
Zahnmaterialien - Wissenswerte Fakten
Amalgamgehört zu den umstrittenen Zahnfüllstoffen. Überempfindlichkeit im Sinne einer Allergie sind selten (2% der Bevölkerung). Die Ausscheidung und Speicherung von Quecksilber im Körper scheint individuell unterschiedlich zu sein. Neben der Allergie sind deshalb auch toxisch Wirkungen möglich.Testmöglichkeiten: Allergietest (ev. Kaugummitest)
Chrom, Kobalt: sind in Zahnprothesen aus Nichtedelmetall (Kassenleistung) häufig verwendete Metalle. Überempfindlichkeit im Sinne einer Allergie sind selten, aber möglich. Testmöglichkeiten: Allergietest (ev. Kaugummitest)
Goldlegierungen, Palladium: Zahngold besteht nicht nur aus reinem Gold, sondern enthält je noch Legierung noch andere Metalle wie z. B. Palladium oder Kupfer. Gerade in sog. „Spargold Legierungen„ ist der Anteil an Palladium, das Gesundheits- schädigende Wirkung besitzt und häufig Allergien hervorrufen kann, hoch, bis zu 90% Palladium- Anteil sind möglich. Auch Gold selbst kann Allergien hervorrufen! Testmöglichkeiten: Allergietest, Goldlegierungen auf Palladium, Kupfer, Gallium, etc.
Keramik: Keramikkronen sind meist auf einem (Edel-)Metallgerüst aufgebracht. Je noch Legierung gelten die gleichen Richtlinien wie für Goldlegierungen. Zusätzlich kann im Keramik Cadmium (als Bestandteil von Keramikfarben) enthalten sein. Die gesundheitlich bedenkliche Wirkung von Cadmium ist erwiesen, auch Allergien sind möglich. Testmöglichkeiten: Allergietest (ev. Kaugummitest), Test auf Palladium, Kupfer, Cadmium, Gold, Titan
Kunststoffe: Kunststoffe sind eine vielfach verwendete Alternative zu Amalgam, Allerdings ist die Unbedenklichkeit je nach Art des verwendeten Materials nicht immer erwiesen, und die Häufigkeit von Überempfindlichkeit/ Allergien gegen Kunststoffe (vor allem Methacrylate) relativ hoch. Testmöglichkeiten: Allergietest
Legierungen: In Deutschland existieren etwa 1800 verschiedene Legierungen. Eine Allergie gegen Dental- Metalle muß nicht zwangsläufig gegen die einzelnen Substanzen allein bestehen, sondern kann auch durch die Kombination mehrerer Metalle in einer Legierung (z. B. Goldlegierung und Amalgam) ausgelöst werden. Ein Allergietest, der nur die Einzelsubstanzen überprüft, kann in diesem Fall fehlerhaft sein. Daher wird im Verdachtsfall die Allergietestung der Metallkombinationen in der betreffenden Legierung empfohlen.
Molybdän, Nickel, Vanadium: wurden in älteren Zahnprothesen aus Nichtedelmetall (Kassenleistung) häufig verwendet. Überempfindlichkeit im Sinne einer Allergie sind gerade auf das Metall Nickel sehr häufig (über 20% der Frauen haben eine Nickelallergie!). Testmöglichkeiten: Allergietest (ev. Kaugummitest)
Wurzelfüllungen: enthalten Formaldehyd. Die gesundheits schädigende Wirkung von Formaldehyd ist bekannt, auch Allergien sind möglich. Testmöglichkeiten: Allergietest, Zahnuntersuchung, Urinuntersuchung bei Verdacht auf starke Belastung.
|